Regelmäßig Yoga üben? So geht es!

“Das Schwerste am Yoga ist der Schritt auf die Matte.” (Sri K. Pattabhi Jois)

5:30 Uhr an einem Montagmorgen. Der Wecker rattert und reißt dich gnadenlos aus deinen Träumen. Du hast dir fest vorgenommen mehr Yoga zu üben.

Du weißt natürlich, dass es jetzt am besten wäre, aufzustehen und loszulegen, doch deinem Schweinehund reicht eine Millisekunde, um zu entscheiden, dass eine weitere Stunde im Bett doch die gemütlichere Wahl ist.

Beim Umdrehen nimmst du dir ganz fest vor, das Ganze am Abend nachzuholen, woraus dann der Dienstagabend wird, an dem es aber leider kurzfristig doch nicht gehen kann  und ehe du dich versiehst, ist wieder Freitag und dein Plan weicht einer Tüte Chips vorm Fernseher. Wie kannst du es schaffen, daheim regelmäßig zu praktizieren?

Meine Top-Tipps!

1. KLEIN ANFANGEN

Natürlich ist es toll, jeden Tag zwei Stunden lang Yoga zu üben, aber mal ehrlich, es ist es realistischer, nur 10 Minuten auf der Yogamatte zu verbringen. Wenn du erstmal auf der Matte bist und das Drumherum es zulässt, wird erfahrungsgemäß aus der geplanten 3 Positionen Sequenz schnell eine 20, 30 Minuten Sequenz.

2. REALISTISCHE ZIELE

Wenn du deine Matte mit der Erwartung betrittst, am Ende der Stunde die Beine hinter den Kopf klemmen zu können, wird sich deine Motivation schneller verabschieden, als du OM sagen kannst.

3. YOGAMATTE STATT NETFLIX

Ein großer Zeitfresser in unserem Alltag ist der Fernseher. Es kann ziemlich verlockend sein, sich nach einem langen Arbeitstag einfach nur auf die Couch fallen zu lassen. Doch versuche das nächste Mal stattdessen eine mini Asanapraxis oder Meditation.

4. NIEMAND IST PERFEKT

Egal wie & was du auf deiner Matte tust – übe so, dass es dir guttut. Es geht nicht darum perfekt auszusehen oder etwas zu beweisen. Es geht einzig und allein um dich. Sei nachsichtig mit dir.

5. GRENZEN

Gerade wenn du für dich übst, ist es besonders wichtig, darauf zu hören, was du brauchst und was dein Körper braucht. Versuche nicht den Kopfstand allein zu lernen, wenn du ihn nicht beherrscht.

Dafür braucht es einen professionellen Lehrer, der dich gut anleitet. Vergiss alle „In 3 Tagen zum Kopfstand zuhause Anleitungen“. Sobald du merkst, dass fühlt sich falsch, unangenehm oder schmerzhaft an, komme etwas oder ganz raus aus der Stellung. Vertraue einfach dir und deinem Körpergefühl.

6. ALTERNATIVEN

Oft definieren wir Yoga als reine Asanapraxis. Dabei besteht Yoga aus sehr viel mehr. Wenn du es nicht auf die Matte schaffst:

  • übe Atemtechniken,
  • mache eine Meditation,
  • wiederhole positive Affirmationen.

Viele dieser Übungen kannst du in deinen Alltag integrieren. Beim Einkaufen, beim Kochen, beim Wäschesortieren, beim Spielen mit deinem Kind oder einfach beim Zelebrieren deines Essens. Es muss nicht immer eine Matte sein, um Yoga zu üben!

Ich wünsche dir viel Freude beim Ausprobieren! Solltest du Fragen haben, melde dich gern bei mir.

Namasté Claudia